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Malteser in der Lippestadt Dorsten

Tipps zum sicheren Start in die Motorradsaison

Helm muss nach einem Unfall unbedingt abgenommen werden

20.03.2018

Das Münsterland ist beliebtes Motorradrevier. Wenn die Temperaturen steigen und sich die Sonne wieder öfter blicken lässt, starten viele Biker in die neue Zweiradsaison. Doch gerade am Start der Saison sind die Gefahren am größten.

Anja Westphal, Ausbildungsreferentin der Malteser in Dorsten, kennt die Problematik. „Viele Motorradfahrer überschätzen sich und ihre Maschinen nach der Winterpause und starten mit zu viel Elan in die neue Saison.“ Zu hohes Tempo hat oft schlimme Stürze mit Schwerverletzten und Toten zur Folge.

Wenn Motorradfahrer ihre angestaubte Maschine demnächst nach der Winterpause aus der Garage holen, sollten sie ihr Rad erstmal überprüfen lassen, rät Anja Westphal. Wichtig sei auch die richtige Bekleidung. „Ohne Handschuhe, Lederkombi, Protektoren, Stiefel und Helm sollte sich niemand auf ein Motorrad setzen, auch nicht als Beifahrer“, mahnt Westphal.

Doch auch mit geeigneter Schutzkleidung und Helm gehen Stürze nicht immer glimpflich aus. „Typische Verletzungen sind Knochenbrüche und Hautabschürfungen“, weiß die Malteser Ausbildungsreferentin. Zum Thema Helm möchte sie mit einem weitverbreiteten Irrtum aufräumen: „Nach einem Unfall muss einem verunglückten Motorradfahrer immer der Helm abgenommen werden, wenn dieser nicht bei Bewusstsein ist.“ Nur so könne verhindert werden, dass er an Erbrochenem ersticke.

Die Expertin empfiehlt, den Helm am besten zu zweit abzunehmen. „Zuerst öffnet man das Visier, den Kopf hält man leicht fest, damit er nicht zur Seite knickt.“ Der Helm wird dann unter Zug gerade nach oben abgezogen. Wenn der Helm einmal runter ist, könne man den Betroffenen sachgerecht lagern. „Wenn der Kradfahrer noch atmet, wird er in die Seitenlage gelegt. Falls keine Atmung mehr vorhanden ist, wird die Wiederbelebung durchgeführt.“ Ersthelfer sollen sich im Falle des Falles an den Helm ran trauen und müssten keine Angst haben, etwas falsch zu machen. „Man kann nur etwas falsch machen, wenn man nichts macht“, ist sich Westphal sicher.

Um anderen Menschen zu zeigen, wie man im Notfall helfen kann, suchen die Malteser in Dorsten Erste-Hilfe-Ausbilder. Methodisch-didaktische Kenntnisse und medizinisches Wissen sind vor Vorteil, aber kein Muss, denn alle Malteser-Ausbilder werden für ihren Einsatz gründlich ausgebildet.

Interessenten melden sich bei Anja Westphal, ausbildung(at)malteser-dorsten(dot)de oder über das Kontaktformular. Informationen über das Malteser-Kursangebot und Anmeldung zu Erste-Hilfe-Kursen unter www.malteser-kurse.de

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