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Malteser in der Lippestadt Dorsten

Dorstener Malteser verabschieden ihre langjährige Stadtbeauftragte

04.02.2019
V.l.n.r.: Diözesanoberin Dr. Gabrielle von Schierstaedt, Bürgermeister Tobias Stockhoff, Anja Westphal, Andrea Schreiber, Cäcilie Lepenies, Kreisbeauftragter Ulrich Hempel, Ursula Ansorge und Diözesangeschäftsführer Stephan von Salm-Hoogstraeten.

Bei ihrem Neujahrsempfang haben die Malteser in der Stadt Dorsten auch ihre langjährige Stadtbeauftragte Ursula Ansorge verabschiedet. Ihre Stellvertreterin Cäcilie Lepenies legte nach 25 Jahren ebenfalls ihr Amt nieder. Ab April übernehmen Andrea Schreiber und Anja Westphal kommissarisch die neue Ortsleitung. 

Neben dem Bürgermeister der Stadt Dorsten Tobias Stockhoff würdigte auch die Diözesanoberin und stv. Diözesanleiterin der Malteser Dr. Gabrielle von Schierstaedt Ursula Ansorges herausragende Verdienste und blickte auf ihre ehrenamtliche Arbeit der letzten 63 Jahre zurück. So lange – also seit 1956 – ist das „Malteser-Urgestein“ nämlich bereits Mitglied der Hilfsorganisation. „Dein erster großer Sanitätseinsatz war 1959 die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier - sicher mit Erste-Hilfe-Ledertäschchen und grauem Kostüm“, erinnerte von Schierstaedt an die Malteser Anfänge. „Seitdem hat Dich der Malteser-Virus nicht mehr losgelassen.“ 

Seit 1989 ist Ansorge Beauftragte der Dorstener Malteser und seit 1991 stellvertretende Kreisbeauftragte der Malteser im Kreis Recklinghausen. „Du hast den Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen, den Hospizgedanken mit der Caritas zusammen verwirklicht, einen großen Hospizdienst und die Station „Spes viva“ im Elisabethkrankenhaus aufgebaut“, so von Schierstaedt weiter. An der Entwicklung und dem Aufbau des Behindertenfahrdienstes war sie wesentlich beteiligt, hat die Führung des Benefizladens über mehrere Jahre übernommen und die sozialpflegerische Ausbildung vorangetrieben. „Hier waren Dir vor allem die Schwesternhelferinnen immer eine Herzensangelegenheit.“

Und „ganz nebenbei„ hat sie seit den 90er Jahren die Malteser in Rumänien unterstützt, erst mit der Organisation von Hilfstransporten nach Baia Mare, später auch mit ihrem Wissen um den Aufbau von Malteserarbeit. „Dank Dir ist Baia Mare eine florierende Malteser Gliederung geworden, wo sich auch viele Freundschaften gebildet haben. Ich weiß, dass Du versuchst, fast jedes Jahr einmal nach Rumänien zu fahren, um Deine Freunde dort zu besuchen.“

Damit nicht genug: Verbandsintern war Ursula Ansorge 12 Jahre als Vertreterin der aktiven Helferschaft im Diözesanvorstand tätig und 9 Mal als gewählte Bundesdelegierte für die Malteser im Bistum Münster bei der Bundesversammlung. Sie hat sich in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften engagiert, den Wohlfühlmorgen in Dorsten etabliert, ist 6 Mal mit der großen Behindertenwallfahrt der Malteser mit nach Rom gefahren und hat sich über 10 Jahre bei der Freizeit für Behinderte und Gesunde in Ehreshoven eingebracht. Um Spenden zu sammeln, hat sie Benefizkonzerte und Basare organisiert.     

„Ich habe sicher noch das ein oder andere vergessen“, fällt es der Malteser Diözesanoberin schwer, die Fülle Ansorges Tätigkeiten in Worte zu fassen. „Wie Dein Ruhestand aussehen wird, kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, denn ganz ruhig wird es bestimmt nicht.“ Das wird es sicherlich nicht. Denn als Helferin bleibt Ursula Ansorge den Dorstener Maltesern weiter verbunden.

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